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NEUBAU BEVÖLKERUNGSSCHUTZGEBÄUDE MAUR

Die Gemeinde Maur will den Schutz der Bevölkerung mit einem neuen Bevölkerungsschutzgebäude (BSG) auf dem Loorenareal sicherstellen. An der Urnenabstimmung vom 9. Juni 2024 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den dazu notwendigen Kredit von 18,9 Millionen Franken mit rund 58 Prozent JA-Stimmen genehmigt. Wie das neue BSG aussehen soll, veranschaulichen die folgenden Visualisierungen. Antworten auf häufige Fragen finden Sie zudem im FAQ zum Bevölkerungsschutzgebäude (PDF).

  • Vogelperspektive

  • Vorhof

  • Fahrzeughalle

  • Rückseite mit Sportplatz

    Am 11. März 2024 hat der Gemeinderat an einer Orientierungsveranstaltung alle Interessierten über das Projekt Bevölkerungsschutzgebäude informiert. Auch an weiteren Veranstaltungen der Lokalparteien und der künftigen Nutzerschaft haben Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinderat und Verwaltung über das Projekt Auskunft gegeben. Dabei sind zusätzliche Fragen und Antworten zusammengekommen, die das ursprüngliche FAQ-Dokument ergänzen. Diese Ergänzungen sind im folgenden PDF ab Seite 13 zu finden.

    Ergänztes Dokument mit häufig gestellten Fragen (FAQ) zum Bevölkerungsschutzgebäude

    Web 2024 03 11 Wimmelbild

    Beim geplanten Bevölkerungsschutzgebäude sind an der Loorenstrasse diverse Massnahmen geplant, damit sich Blaulichtorganisationen und andere Verkehrsteilnehmende nicht in die Quere kommen.

    Im Umkreis des geplanten Bevölkerungsschutzgebäudes (BSG) sind auf dem Loorenareal unterschiedliche Personengruppen mit motorisierten Fahrzeugen, mit dem Velo oder zu Fuss unterwegs: von den Lernenden und Lehrpersonen der Sekundarschule über Besucherinnen und Besucher des Areals Looren bis hin zum Buschauffeur. Diese Verkehrssituation soll parallel zum Bau des neuen Bevölkerungsschutzgebäudes optimiert werden, damit sich im Einsatzfall keine Gefahrensituationen ergeben.

    Verlegung Bushaltestellen und Warnsignale

    Erstens sollen die Bushaltestellen leicht verschoben werden, damit sie nicht direkt im Einfahrtsbereich zum BSG liegen. Dies soll verhindern, dass sich Bus und Einsatzfahrzeuge der Blaulichtorganisationen in die Quere kommen. Um die Zu- und Wegfahrtmöglichkeit der Feuerwehr sicherzustellen, wird zudem beidseits der Zufahrt eine Fahrbahnverbreiterung ausgeführt. Die Verbreiterung erfolgt zonenkonform auf der Seite des Bevölkerungsschutzgebäudes auf dem gemeindeeigenen Grundstück. Weiter werden Signale installiert, die den Strassenverkehr sowie Fussgängerinnen und Fussgänger auf dem Trottoir auf einen Feuerwehreinsatz beziehungsweise ausfahrende Fahrzeuge aufmerksam machen.
    Im Zusammenhang mit den Bushaltestellen ist zudem anzumerken, dass diese unabhängig vom Projekt BSG aufgrund des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) hindernisfrei ausgestaltet werden müssen. Dies wird mit der Verschiebung der Haltestellen sichergestellt.

    Abgrenzung des BSG-Areals

    Das Areal des Bevölkerungsschutzgebäudes wird mit einer Barriere bei der Einfahrt abgesperrt. Verzichtet wird aus Sicherheitsüberlegungen auf einen Treppenabgang von der Loorenstrasse auf den Vorplatz des BSG. Für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule und Besuchende des Areals dient weiterhin das Trottoir entlang der Loorenstrasse als sicherer Fussweg und Zugang auf das Schulgelände.

    Gegenüber dem Jugendhaus wird das BSG-Gelände mit einem Maschendrahtzaun abgegrenzt. Auf der Rückseite des Bevölkerungsschutzgebäudes trennt ein Ballfang den Fussballplatz ab. Ausserdem verhindert ein Gittertor zwischen der Mehrzweckhalle und dem BSG, dass Personen sich auf das BSG-Areal begeben.

    All diese Massnahmen tragen dazu bei, dass im Einsatzfall keine Gefahrensituationen entstehen und sich Blaulichtorganisationen, Bus, Autos und der Langsamverkehr jederzeit sicher bewegen können.

    Abteilung Liegenschaften, Tiefbau und Sicherheit

    Der Neubau des Bevölkerungsschutzgebäudes (BSG) erfordert aus rechtlichen Gründen eine Verlegung des Rausen- und des Haldenbachs. Deshalb ist ein entsprechendes Teilprojekt im Kredit über das neue BSG enthalten, worüber am 9. Juni abgestimmt wird.

    Die beiden eingedolten Bäche auf dem Loorenareal – der Rausen- und der Haldenbach – müssen gestützt auf das Gewässerschutzgesetz offengelegt und revitalisiert werden. Revitalisierungen sind ein zentraler Bestandteil des revidierten Gewässerschutzgesetzes (Art. 38a). Ziel dabei ist, naturnahe Bäche, Flüsse und Seen mit ihren charakteristischen Tier- und Pflanzenarten wiederherzustellen. Neben der Biodiversität profitieren davon auch Naherholung und Hochwasserschutz. Nicht zuletzt verbessern die Bäche den Wasserhaushalt der Landschaft als effektiver Regenspeicher und als lokale Klimaanlage, die bei Sommerhitze die Umgebung durch Verdunstung kühlt.

    Gewässerneufestsetzung bereits rechtskräftig

    Ein rechtlich und finanziell gesichertes Wasserbauprojekt bildet die Voraussetzung für die baurechtliche Bewilligung des neuen Bevölkerungsschutzgebäudes am geplanten Standort. Daher wurde die Festsetzung der Offenlegung und Revitalisierung des Rausen- und Haldenbachs von der Gemeinde vorangetrieben. Sie ist durch den Kanton unterdessen rechtskräftig erfolgt. Aufgrund der Neufestsetzung befinden sich die beiden Bäche heute nicht im Gewässerraum. Rausen- und Haldenbach müssen nun zwingend in den festgesetzten Gewässerraum verlegt werden.
    Die Kosten für diese notwendige Bachumlegung hätten gemäss Entscheid des Bezirksrats vom Oktober 2022 bereits in der Urnenvorlage 2020 für das neue Bevölkerungsschutzgebäude ausgewiesen werden müssen. Grund dafür ist der Aspekt der «Einheit der Materie», das heisst: Die baurechtliche Bewilligung des geplanten Bevölkerungsschutzgebäudes am vorgesehenen Standort ist nur dann möglich, wenn die Ausführung des Wasserbauprojekts gleichzeitig mit der Erstellung des Bevölkerungsschutzgebäudes sichergestellt ist.

    Weiterentwicklung Loorenareal nur mit Bachfreilegung

    Unabhängig vom neuen Bevölkerungsschutzgebäude ist die Weiterentwicklung des Loorenareals – ein Legislaturziel des Gemeinderats – vom Wasserbauprojekt abhängig, denn die wertvollen Flächen in der Bauzone für öffentliche Bauten werden erst durch die Offenlegung und Revitalisierung des Rausen- sowie des Haldenbachs überbaubar.
    Sollte das neue Bevölkerungsschutzgebäude am 9. Juni abgelehnt werden, ist die Gemeinde aufgrund der rechtskräftigen Festsetzung des Gewässerraums trotzdem zur Offenlegung und Revitalisierung des Halden- und des Rausenbachs verpflichtet. Das Wasserbauprojekt würde den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern in einer separaten Vorlage erneut zur Beschlussfassung unterbreitet.

    Abteilung Liegenschaften, Tiefbau und Sicherheit

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