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Bevölkerungsschutzgebäude Looren

Die Gemeinde Maur wächst und zählt seit Ende 2019 rund 10'500 Einwohner. Die Bevölkerung ist in den letzten 35 Jahren um 53 Prozent gewachsen. Besonders Forch, Ebmatingen und Binz haben zugelegt. Diesem Umstand muss bei der Infrastruktur Rechnung getragen werden. Gerade der Schutz der Bevölkerung, welcher zu den wichtigsten Aufgaben einer Gemeinde gehört, muss langfristig sichergestellt werden. Auf dem Loorenareal soll deshalb ein zentral gelegenes Bevölkerungsschutzgebäude entstehen, das Platz für Feuerwehr, Zivilschutz und Samariterverein bietet. Bis Ende 2023 soll das neue Gebäude stehen und die alte Infrastruktur ablösen. Die Kosten für das neue Bevölkerungsschutzgebäude belaufen sich auf CHF 9,05 Millionen. Die Bevölkerung hat am 27. September 2020 das Projekt angenommen.

  • Ablösung der bestehenden Infrastruktur durch ein ökologisches und ökonomisches Gebäude, angepasst an die heutigen Gegebenheiten von Feuerwehr, Zivilschutz und Samariterverein
  • Verbesserte Einsatzzeiten der Rettungskräfte
  • Deutlich effizientere Logistik dank zentralem Standort
  • Kürzere Kommunikationswege in einer Notlage zwischen Zentrale und Organisation

Schutz der Bevölkerung in Zukunft gewährleistet

Das aktuelle Feuerwehrdepot, welches im Gemeindehaus integriert ist, wurde 1982 als Pikett-Standort konzipiert und ist auf maximal 35 Personen ausgerichtet. Heute sind es rund 60 Angehörige der Feuerwehr Maur, welche dort im Einsatz sind. Es mangelt an Platz bei den Wartungsräumen, Fahrzeugen, Geräten und Material sowie bei den sanitären Anlagen und Garderoben. Als Folge müssen bereits einige Fahrzeuge und diverses Material in anderen Ortsteilen gelagert werden.

Es mangelt an Platz im aktuellen Feuerdepot.
Es mangelt an Platz im aktuellen Feuerwehrdepot.

Ähnlich sieht es beim Zivilschutz aus. Hier sind ebenfalls die dezentralen Standorte des Materials eine Herausforderung. Aus Platzgründen muss der Zivilschutz seine Fahrzeuge und sein Material ebenfalls über die ganze Gemeinde verteilt lagern. Im Ernstfall geht dadurch wertvolle Zeit verloren, bis Feuerwehr und Zivilschutz voll ausgerüstet am Einsatzort eintreffen. Mit einem neuen zentralen Bevölkerungsschutzgebäude auf der Looren für Feuerwehr, Zivilschutz und Samariterverein können diese Probleme gelöst und gleichzeitig Synergien genutzt werden, die heute brachliegen, wie zum Beispiel die gemeinsame Wartung und Nutzung des Materials. Bei einer Notlage bestehen zudem kürzere Kommunikationswege, womit eine bessere Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen gewährleistet werden kann.

Lageplan
Über das ganze Gemeindegebiet verstreut: Die Standorte des Materials und der Fahrzeuge von Zivilschutz (ZS) und Feuerwehr (FW).

Standort Looren berücksichtigt alle Ortsteile gleichermassen

Das Loorenareal ist der einzige Standort in Maur, der die Sicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner aus allen Ortsteilen gleichermassen berücksichtigt. Besonders in Forch, Ebmatingen und Binz ist die Einsatzwahrscheinlichkeit durch den Bevölkerungszuwachs stark gestiegen. Auch befinden sich dort Schulen sowie Institutionen mit hilfsbedürftigen Bewohnern (Pflegezentrum Forch und Institution Barbara Keller). Vom Feuerwehrdepot Maur aus können diese Ortsteile nicht innert 10 Minuten erreicht werden, so wie es die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) vorschreibt. Mit einem geografisch zentralen Bevölkerungsschutzgebäude auf der Looren ist die Feuerwehr hingegen spätestens nach 10 Minuten vor Ort – und zwar in der ganzen Gemeinde. In drei Vierteln der Einsätze verkürzt sich die Einsatzzeit gar um 2 bis 4 Minuten. Zeit, die bei einem Einsatz entscheidend sein kann. Der Bau des Bevölkerungsschutzgebäudes Looren ist deshalb eine nachhaltige Investition in die Zukunft und gewährleistet die Sicherheit der Bevölkerung langfristig.

Die folgende Tabelle veranschaulicht die aktuelle Einrückzeit der Feuerwehr Maur ins Depot und die Fahrzeit zum Einsatzort. Dem gegenübergestellt sind die von einem zentralen Bevölkerungsschutzgebäude Looren verbesserten Einsatzzeiten.

Feuerwehrdepot Maur

Bevölkerungsschutzgebäude Looren

IBK und Schule Binz

4.5 km – 12 min

3.4 km – 10 min

Zollingerheim und Schule Aesch

4.2 km – 11 min

1.7 km – 7 min

Schulhaus Leeacher

3.4 km – 11 min

2.3 km – 9 min

Schulhaus Pünt

0.2 km – 6 min

2.3 km – 8 min

Schulhaus Looren

2.6 km – 9 min

0.2 km – 6 min

*Einrückzeit 5 Minuten ins Depot und Fahrzeit zum Einsatzort; schnellste Route tagsüber, keine Hauptverkehrszeit (Google Maps).

Effizienter Zweckbau für Blaulichtorganisationen

Die Ablehnung des Moduls Werke/Sicherheit (Modul B) an der Urnenabstimmung vom 25. September 2016 nahm der Gemeinderat zum Anlass, die Sicherheits- und Werkinfrastruktur neu zu prüfen. In seiner Neubeurteilung kam er zum Schluss, dass auf die im Modul B geplante Wertstoffsammelstelle (Werke) verzichtet werden soll. Er hält aber weiterhin daran fest, dass die Infrastruktur für Feuerwehr und Zivilschutz (Sicherheit) dringend erneuert werden muss. Vor dieser Ausgangslage hat der Gemeinderat das Projekt „Bevölkerungsschutzgebäude“ erarbeitet.

visualisierung bsg
Visualisierung des Projekts (o.l.), Plan Niveau 1 (r.), Übersichtsplan Loorenareal (u.l.)

Im Bevölkerungsschutzgebäude sind für die Feuerwehr eine Fahrzeughalle mit Waschbox, ein Kommandoraum, ein Aufenthaltsraum, Garderoben, Lagerräume und Werkstätten geplant. Für den Zivilschutz sind Autoeinstellplätze, Werkstätten und Lagerräume vorgesehen. Weiter ist ein vielseitig nutzbarer, separat erschlossener Theorieraum vorhanden, der auch vom Samariterverein genutzt werden kann. Künftig können Material und Fahrzeuge der beiden Organisationen gemeinsam im neuen Bevölkerungsschutzgebäude Looren gelagert, gewartet und im Bedarfsfall eingesetzt werden. Die Räume sind auf heutige und künftige Bedürfnisse sowie die kantonalen Vorgaben abgestimmt und erlauben effiziente Arbeitsabläufe.

Lageplan LoorenarealBSG

Lageplan Loorenareal mit dem Bevölkerungsschutzgebäude

Planunterlagen und Projektdetails

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtkosten für das Projekt «Bevölkerungsschutzgebäude Looren» belaufen sich auf CHF 9,05 Millionen. Nicht von den Erstellungskosten in Abzug gebracht sind zudem die bereits zugesicherten Subventionen der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich (GVZ) in Höhe von rund CHF 300‘000. Hier hat die Gemeinde Maur eine Fristerstreckung bis Anfang 2023 erhalten. Falls das vorliegende Projekt abgelehnt werden sollte, würde die GVZ für ein ähnliches Projekt, zu einem späteren Zeitpunkt oder an einem anderen Standort, keine Subventionen mehr genehmigen. Gemäss Grobterminplanung fällt die Realisierung in die Jahre 2022 und 2023. Aufgrund des guten Rechnungsabschlusses 2019 geht der Gemeinderat ganz aktuell sogar davon aus, dass bis zur Fertigstellung des geplanten Bevölkerungsschutzgebäudes keine Darlehen aufgenommen werden müssten. Die Finanzierung könnte somit vollumfänglich aus eigenen Mitteln erfolgen. Bei der buchhalterischen einzusetzenden Nutzungsdauer von 33 Jahren ergeben sich ab Inbetriebnahme jährliche Abschreibungen von CHF 274'300.

Der Gemeinderat hat den Kostenvoranschlag für das neue Bevölkerungsschutzgebäude noch einmal von Experten der b+p baurealisation ag, Zürich, prüfen lassen. Dieses unabhängige externe Gutachten von Ende August 2020 kommt zum Schluss, dass der Voranschlag von 9,05 Millionen Franken bei einer Kostengenauigkeit von +/- 10% und einer Reservesumme von knapp 5 % der Anlagekosten plausibel ist.

kostenfinanzierung bsg
Prognose des Cashflows und der Nettoinvestitionen

Termine

20 01 23 Impressionen Infoveranstaltung BSG HomepageAm Donnerstag, 23. Januar 2020, fand im Loorensaal eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung statt. Rund 60 Maurmerinnen und Maurmer nahmen daran teil. Gemeindepräsident Roland Humm, Sicherheitsvorsteher Felix Senn und Finanzvorsteher Yves Keller stellten das Projekt vor und standen anschliessend für Fragen zur Verfügung.

Power Point Präsentation Informationsveranstaltung Bevölkerungsschutzgebäude 23. Januar 2020 [PDF, 2.8 MB]

Kommende Termine

Planung 2020 – 2021
Realisierung 2022 – 2023
Bezug Ende 2023