looren logo weiss

NEUBAU BEVÖLKERUNGSSCHUTZGEBÄUDE MAUR

Die Gemeinde Maur will den Schutz der Bevölkerung mit einem neuen Bevölkerungsschutzgebäude (BSG) auf dem Loorenareal sicherstellen. An der Urnenabstimmung vom 9. Juni 2024 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den dazu notwendigen Kredit von 18,9 Millionen Franken mit rund 58 Prozent JA-Stimmen genehmigt. Wie das neue BSG aussehen soll, veranschaulichen die folgenden Visualisierungen. Antworten auf häufige Fragen finden Sie zudem im FAQ zum Bevölkerungsschutzgebäude (PDF).

  • Vogelperspektive

  • Vorhof

  • Fahrzeughalle

  • Rückseite mit Sportplatz

    Über das neue Bevölkerungsschutzgebäude auf der Looren wird am 9. Juni 2024 erneut abgestimmt. Aktuell wird das bestehende Projekt überprüft, um sicherzustellen, dass das Gebäude den heutigen Bedürfnissen und Anforderungen weiterhin gerecht wird.

    Der Bezirksrat Uster hatte den Gemeinderat Maur im Oktober 2022 angewiesen, den geplanten und vom Volk bewilligten Bau eines Bevölkerungsschutzgebäudes auf dem Loorenareal neu zu berechnen. Dieser Marschhalt nutzt der Gemeinderat, um das Projekt noch einmal sorgfältig überprüfen zu lassen. Die Prüfung erfolgt abteilungsübergreifend und in enger Abstimmung mit den Nutzerinnen und Nutzern, insbesondere mit Feuerwehr, Zivilschutz und Samariterverein.

    Im Rahmen des Überprüfungsprozesses haben die Ressortvorsteherin Liegenschaften, der Abteilungsleiter Liegenschaften sowie Vertreter aus dem Feuerwehrkader auch die Feuerwehrgebäude in den Gemeinden Zumikon und Küsnacht besichtigt. Diese Besuche vermittelten wertvolle Einblicke und Erfahrungen aus erster Hand, die nun in die Überarbeitung des Maurmer Bevölkerungsschutzgebäudes einfliessen können.

    Optimierungen für hohen Praxisnutzen

    Ziel ist insbesondere, das Bevölkerungsschutzgebäude in der Praxis optimal zu nutzen und Synergien auszuschöpfen. So werden beispielsweise mobile Hochregalgestelle zwischen der Fahrzeughalle und der Werkstatt geprüft. Diese könnten zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Fläche beitragen und mehr Platz für das Einsatzmaterial direkt bei den Fahrzeugen schaffen.

    In der Waschbox ist weiter eine Brücke mit Treppe angedacht, um die Reinigung der Fahrzeuge zu vereinfachen. Die Waschbox lässt sich zudem mehrfach nutzen, indem darin auch andere gemeindeeigene Fahrzeuge (Tiefbau, Unterhalt etc.) gereinigt werden können. Zusätzliche Optimierungsmassnahmen im Projekt betreffen die Bodenbeläge und Spritzschutzmassnahmen wie Wandschilder oder Schutzbehandlungen der Oberflächen.

    Sichergestellt werden soll auch eine durchgängige Inhouse-Versorgung mit Funk- und Handyempfang im gesamten Gebäude, damit eine effektive Kommunikation bei einem Einsatz der Blaulichtorganisationen gewährleistet ist.

    Photovoltaik-Anlage auf dem Dach

    Ein weiterer wichtiger Punkt, der ausgehend von den Zielen des gemeinderätlichen Energieleitbilds und auch aus ökonomischen Überlegungen geprüft wird, ist die Integration einer PV-Anlage in das Projekt. Dazu wird die Gebäudestatik noch einmal unter die Lupe genommen, um eine möglichst grosse Anlage auf dem Dach des Bevölkerungsschutzgebäudes installieren zu können. Dass ein solche PV-Anlage sinnvoll ist, haben auch die Begehungen der Feuerwehrgebäude in Zumikon und Küsnacht bestätigt. Im Einklang mit dem Energieleitbild sind zudem Lehrrohre geplant, um das Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt mit E-Ladestationen für Fahrzeuge ausrüsten zu können.

    Weiteres Vorgehen

    Das neue Bevölkerungsschutzgebäude ist ein wichtiger Bestandteil der Maurmer Sicherheitsinfrastruktur. Geplant ist, den Stimmberechtigten das überprüfte und wo nötig angepasste Projekt zu gegebenem Zeitpunkt an einer Orientierungsversammlung zu präsentieren, bevor im Juni 2024 darüber abgestimmt wird.

    Abteilung Liegenschaften

    Der Gemeinderat Maur hat die beiden vom Bezirksrat gestoppten Bauprojekte in der Looren analysiert und neu beurteilt. An der Realisierung des neuen Bevölkerungsschutzgebäudes hält er fest. Das Geschäft kommt voraussichtlich im Frühjahr 2024 an die Urne. Von der geplanten Sanierung des Loorensaalgebäudes hingegen möchte der Gemeinderat vorerst absehen.

    Der Bezirksrat Uster hatte den Gemeinderat Maur Anfang Oktober 2022 angewiesen, den geplanten und vom Volk bewilligten Bau eines neuen Bevölkerungsschutzgebäudes auf dem Loorenareal neu zu berechnen. Grund: In der Abstimmungsvorlage waren lediglich die Kosten für den Neubau aufgeführt (CHF 9,05 Mio.), nicht aber jene für die dafür notwendige Offenlegung und Revitalisierung des Rausen- und Haldenbachs (CHF 1,87 Mio.).

    Der Bedarf für den Bau eines neuen Bevölkerungsschutzgebäudes ist für den Gemeinderat nach wie vor ausgewiesen. Er möchte den nun verordneten Marschhalt dafür nutzen, die Ausstattungsbedürfnisse im engen Austausch mit der Feuerwehr, dem Zivilschutz und dem Samariterverein nochmals fundiert zu prüfen und die Kosten unter Berücksichtigung aller Faktoren (Bachprojekt, Bauteuerung und Reserve) neu zu berechnen. Das Preisetikett dürfte nach heutiger Einschätzung im Bereich von 14 Millionen Franken zu stehen kommen. Die Urnenabstimmung ist im ersten Halbjahr 2024 vorgesehen.

    Ebenfalls interveniert hatte der Bezirksrat bezüglich der Kostenüberschreitung im Generationenprojekt Looren (Modul A Schule/Kultur). Die bis zum Zeitpunkt der Beanstandung noch nicht verbauten Kosten, allen voran jene für die geplante Sanierung des Loorensaalgebäudes, hätten neu hergeleitet, veranschlagt und dem Souverän zur Beurteilung vorgelegt werden müssen.

    Der Gemeinderat hat sich in den letzten Wochen und Monaten intensiv mit der «Baustelle» Loorensaalgebäude auseinandergesetzt und ist zum Schluss gelangt, dass eine Fassadensanierung des Loorensaalgebäudes alleine nicht sinnvoll ist und sich die Nutzungsbedürfnisse im Zuge der mittlerweile fast siebenjährigen Realisierungszeitspanne im Generationenprojekt Looren stark gewandelt haben. Angesichts dieser veränderten Ausgangslage und der sich abzeichnenden Mehrkosten beurteilt der Gemeinderat die geplanten Sanierungsarbeiten am Loorensaalgebäude, die im Wesentlichen der Substanzerhaltung und der Erhöhung des Komforts dienen sollten, als nicht mehr zweckmässig. Er möchte stattdessen Alternativen prüfen und das Projekt im Sinne der Nachhaltigkeit grundlegend neu überarbeiten und dimensionieren.

    Vor diesem Hintergrund stellt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung vom 12. Juni 2023 den Antrag, die eigenständigen Teilprojekte «Sanierung Loorensaalgebäude» und «Bau eines Kinderspielplatzes» des am 25. September 2016 für das Modul A Schule/Kultur bewilligten Kredits im Generationenprojekt Looren aufzuheben. Eingeschlossen im Aufhebungsantrag sind auch die Kosten für den neuen Kinderspielplatz, weil die im Zusammenhang mit dem Neubau Bevölkerungsschutzgebäude notwendige Bachumlegung einen direkten Einfluss auf die Positionierung hat. Nach erfolgter Abstimmung über das neue Bevölkerungsschutzgebäude soll der Kinderspielplatz realisiert werden.

    Gemeinderat Maur

    Seite 3 von 3